Entwurf und Verwendung von Luftkerninduktoren: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
Was ist eine Luftspule?
Definition und Grundprinzipien
Eine Luftspule ist eine Induktivität ohne magnetischen Kern, die ausschließlich aus Luft als Kernmaterial besteht. Im Gegensatz zu herkömmlichen Induktivitäten aus ferromagnetischen Materialien wie Eisen oder Ferrit werden Luftspulen hergestellt, indem eine Drahtspule um eine nichtmagnetische Form oder einfach im freien Raum gewickelt wird. Diese Konstruktion eliminiert Kernverluste wie Hysterese und Wirbelströme und macht sie ideal für Hochfrequenzanwendungen.

Die Induktivität einer Luftspule hängt von Faktoren wie der Anzahl der Drahtwindungen, dem Spulendurchmesser und der Spulenlänge ab. Da diese Spulen keinen magnetischen Kern besitzen, weisen sie im Vergleich zu ihren Pendants mit Kern geringere Induktivitätswerte auf, bieten aber aufgrund des minimalen Energieverlusts eine bessere Leistung in Hochfrequenzschaltungen.
Luftspulen finden häufig Anwendung in Hochfrequenzschaltungen (HF), Antennen und Abstimmanwendungen, bei denen Präzision und geringe Interferenzen entscheidend sind. Ihre Einfachheit und Effizienz machen sie zu einer beliebten Wahl bei Elektronik-Enthusiasten und Ingenieuren.
Wichtige Vorteile gegenüber anderen Induktortypen
Luftspulen bieten gegenüber Spulen mit magnetischem Kern mehrere entscheidende Vorteile. Diese Vorteile machen sie besonders geeignet für spezielle Anwendungen, bei denen Leistung und Zuverlässigkeit im Vordergrund stehen. Nachfolgend finden Sie eine Vergleichstabelle mit den wichtigsten Vorteilen:
| Besonderheit | Luftkerninduktoren | Magnetkerninduktoren |
| Kernmaterial | Luft | Ferrit, Eisen oder andere Metalle |
| Kernverluste | Keiner | Hysterese- und Wirbelstromverluste |
| Frequenzbereich | Hochfrequenzanwendungen | Begrenzt durch Kernmaterial |
| Induktivitätsstabilität | Stabil über einen weiten Temperaturbereich | Beeinflusst durch Temperaturänderungen |
| Gewicht | Leicht | Schwerer durch Kernmaterial |
| Kosten | Im Allgemeinen niedriger | Höher aufgrund des Kernmaterials |
Da kein Magnetkern vorhanden ist, entstehen keine Energieverluste durch Hysterese und Wirbelströme. Dadurch sind Luftspulen für den Hochfrequenzbetrieb hocheffizient. Darüber hinaus sind sie aufgrund ihres geringen Gewichts und ihrer kostengünstigen Bauweise eine praktische Wahl für viele elektronische Anwendungen.
Gängige Anwendungen in der Alltagselektronik
Luftspulen sind integrale Bestandteile verschiedener elektronischer Geräte und Systeme. Ihre einzigartigen Eigenschaften machen sie unverzichtbar für Anwendungen, die Hochfrequenzleistung und minimale Störungen erfordern. Nachfolgend finden Sie eine Liste gängiger Anwendungen:
1. Radiofrequenzschaltungen (RF): Wird in HF-Sendern und -Empfängern zur Signalabstimmung und -filterung verwendet.
2.Antennen: Unverzichtbar bei Antennendesigns zur Impedanzanpassung und Signalübertragung.
3. Kabelloses Laden: Aufgrund ihrer Effizienz bei hohen Frequenzen werden sie in drahtlosen Energieübertragungssystemen eingesetzt.
4.Medizinische Geräte: Wird in MRT-Geräten und anderen medizinischen Geräten verwendet, die eine präzise elektromagnetische Steuerung erfordern.
5.Audiogeräte: Wird in Hi-Fi-Audiosystemen zur Rauschunterdrückung und Signalklarheit verwendet.
In HF-Schaltungen tragen Luftspulen beispielsweise zur Aufrechterhaltung der Signalintegrität bei, indem sie Energieverluste und Störungen minimieren. In kabellosen Ladesystemen sorgt ihre Fähigkeit, bei hohen Frequenzen effizient zu arbeiten, für eine optimale Leistungsübertragung.
Durch das Verständnis dieser Anwendungen können Elektronik-Enthusiasten und Ingenieure die Vielseitigkeit und Bedeutung von Luftkerninduktoren in der modernen Technologie besser einschätzen.
Entwurf einer Luftspule
Die Wahl der richtigen Materialien
Die Auswahl der geeigneten Materialien ist der erste Schritt bei der Entwicklung einer Luftspule. Da Luftspulen keinen magnetischen Kern besitzen, liegt der Fokus auf dem Draht und der Form, aus der die Spule besteht.

Das benötigte Primärmaterial ist emaillierter Kupferdraht, auch als Magnetdraht bekannt. Dieser Draht ist mit einer dünnen Isolierschicht überzogen, um Kurzschlüsse zwischen den Wicklungen zu verhindern. Die Stärke (Dicke) des Drahtes hängt von der gewünschten Strombelastbarkeit und der physikalischen Größe der Induktivität ab.
Zusätzlich nichtleitende Form wird benötigt, um die Spule zu formen. Gängige Optionen sind Kunststoff-, Holz- oder 3D-gedruckte Formen. Der Durchmesser der Form wirkt sich direkt auf den Induktivitätswert der Induktivität aus und sollte daher sorgfältig entsprechend den Designanforderungen ausgewählt werden.
Nachfolgend finden Sie eine Tabelle mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Überlegungen:
| Material | Zweck | Wichtige Überlegungen |
| Emaillierter Kupferdraht | Leitet Strom und bildet die Spule | Wählen Sie die Stärke entsprechend den aktuellen Anforderungen und stellen Sie sicher, dass die Isolierung intakt ist. |
| Nichtleitende Form | Formt die Spule | Wählen Sie den Durchmesser basierend auf der gewünschten Induktivität und achten Sie auf Haltbarkeit und einfaches Entfernen. |
| Werkzeuge (z. B. Zangen) | Hilft beim Wickeln und Formen | Verwenden Sie Präzisionswerkzeuge für ein gleichmäßiges Wickeln und um eine Beschädigung des Drahtes zu vermeiden. |
Durch sorgfältige Auswahl dieser Materialien können Sie ein stabiles und effizientes Design der Luftspule gewährleisten.
Berechnung der Induktivität und der Kabelspezifikationen
Sobald die Materialien ausgewählt sind, besteht der nächste Schritt darin, die Induktivität zu berechnen und die Drahtspezifikationen festzulegen. Die Induktivität hängt von Faktoren wie der Anzahl der Windungen, dem Spulendurchmesser und der Spulenlänge ab.
Die Induktivität (L) einer Luftspule kann mit der folgenden Formel geschätzt werden:
[ L = \frac{N^2 \cdot r^2}{9r + 10l} ]
Wo:
●( L ) = Induktivität in Mikrohenry (µH)
●( N ) = Anzahl der Umdrehungen
●( r ) = Radius der Spule in Zoll
●( l ) = Länge der Spule in Zoll
Zur Vereinfachung der Berechnungen können Online-Induktivitätsrechner oder Softwaretools verwendet werden. Zusätzlich muss der Drahtdurchmesser basierend auf der erwarteten Stromstärke ausgewählt werden. Dickere Drähte (niedrigere Drahtstärken) eignen sich für höhere Ströme, während dünnere Drähte (höhere Drahtstärken) besser für Anwendungen mit niedriger Stromstärke geeignet sind.
Nachfolgend finden Sie eine Tabelle mit einem Vergleich gängiger Drahtstärken und ihrer Strombelastbarkeit:
| Drahtstärke (AWG) | Max. Strom (Ampere) | Typischer Anwendungsfall |
| 18 | 16 | Hochstromanwendungen |
| 22 | 7 | Mittelstromanwendungen |
| 28 | 1.4 | Stromsparende, kompakte Bauweise |
Genaue Berechnungen stellen sicher, dass die Induktivität die Leistungsanforderungen erfüllt und gleichzeitig Überhitzung oder Ineffizienz vermieden wird.
Schrittweiser Bauprozess
Nachdem die Materialien ausgewählt und die Berechnungen abgeschlossen sind, folgt im letzten Schritt die Konstruktion der Luftspule. Befolgen Sie diese Schritte für einen erfolgreichen Bau:
1. Bereiten Sie das Formular vor: Befestigen Sie die nichtleitende Form auf einer stabilen Oberfläche. Stellen Sie sicher, dass sie sauber und frei von Schmutz ist.
2. Mit dem Aufwickeln beginnen: Beginnen Sie, den emaillierten Kupferdraht um die Form zu wickeln. Sorgen Sie für eine gleichmäßige Spannung, um lose oder ungleichmäßige Wicklungen zu vermeiden.
3. Runden zählen: Notieren Sie die Anzahl der Windungen, um den berechneten Induktivitätswert zu ermitteln. Verwenden Sie bei Bedarf ein Zählwerkzeug.
4.Sichern Sie die Spule: Wenn das Aufwickeln abgeschlossen ist, befestigen Sie die Enden des Drahtes mit Klebeband oder Klebstoff, um ein Aufwickeln zu verhindern.
5.Entfernen Sie das Formular: Schieben oder schneiden Sie die Form vorsichtig weg, sodass nur die Spule intakt bleibt.
Nachfolgend finden Sie eine Kurzübersichtstabelle mit Konstruktionstipps:
| Schritt | Wichtige Tipps |
| Bereiten Sie das Formular vor | Sorgen Sie für Stabilität und Sauberkeit für ein reibungsloses Aufwickeln. |
| Mit dem Aufwickeln beginnen | Sorgen Sie für eine gleichmäßige Spannung und vermeiden Sie Überlappungen oder Lücken zwischen den Windungen. |
| Umdrehungen zählen | Verwenden Sie zur Genauigkeit ein Gegenwerkzeug oder markieren Sie alle 10 Umdrehungen. |
| Sichern Sie die Spule | Tragen Sie an beiden Enden Klebeband oder Klebstoff auf, um die Form beizubehalten. |
| Entfernen Sie das Formular | Entfernen oder schneiden Sie die Form vorsichtig ab, ohne die Spule zu beschädigen. |
Wenn Sie diese Schritte befolgen, können Sie eine funktionale Luftspule erstellen, die auf Ihre speziellen Anforderungen zugeschnitten ist.
Luftkerninduktoren effektiv nutzen
Richtige Platzierung in Schaltkreisen
Luftspulen werden aufgrund ihrer geringen Verluste und der fehlenden magnetischen Sättigung häufig in Hochfrequenzanwendungen eingesetzt. Die richtige Platzierung im Schaltkreis ist entscheidend für eine optimale Leistung. Beachten Sie beim Einbau einer Luftspule die folgenden Hinweise:
1. Minimieren Sie die Nähe zu Metallobjekten: Luftspulen reagieren empfindlich auf leitfähige Materialien in der Nähe, die Wirbelströme verursachen und die Effizienz verringern können. Platzieren Sie sie nicht in der Nähe von Metallgehäusen oder -leiterbahnen.
2. Orientierung ist wichtig: Positionieren Sie die Induktivität senkrecht zu anderen Induktivitäten oder magnetischen Komponenten, um gegenseitige Induktivität und Interferenzen zu minimieren.
3.Abschirmung: Wenn eine Abschirmung erforderlich ist, verwenden Sie nichtleitende Materialien wie Kunststoff oder Keramik, um die Leistung der Induktivität nicht zu beeinträchtigen.
Nachfolgend finden Sie eine Tabelle mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Überlegungen zur Platzierung:
| Faktor | Empfehlung |
| Nähe zu Metall | Halten Sie mindestens 2-3 cm Abstand zu Metalloberflächen |
| Orientierung | Senkrecht zu anderen Induktoren |
| Abschirmmaterial | Verwenden Sie nichtleitende Materialien |
Durch Befolgen dieser Platzierungstipps können Benutzer die Effizienz und Zuverlässigkeit von Luftkerninduktoren in ihren Schaltkreisen maximieren.
Häufige Fehler vermeiden
Luftspulen sind zwar vielseitig einsetzbar, doch bestimmte Fehler können ihre Leistung beeinträchtigen. Hier sind einige häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden können:
1. Falscher Drahtdurchmesser: Die Verwendung eines zu dünnen Drahtdurchmessers kann zu übermäßigem Widerstand und Hitzestau führen. Beachten Sie immer die Designspezifikationen von Naheng Electronics oder anderen zuverlässigen Quellen.
2. Übersehen der parasitären Kapazität: Luftspulen können insbesondere bei hohen Frequenzen parasitäre Kapazitäten aufweisen. Um dies zu vermeiden, achten Sie auf den richtigen Abstand zwischen den Wicklungen und vermeiden Sie überlappende Windungen.
3. Ignorieren von Umweltfaktoren: Temperatur und Luftfeuchtigkeit können die Leistung der Induktivität beeinträchtigen. Verwenden Sie Materialien mit niedrigem Wärmeausdehnungskoeffizienten und erwägen Sie bei Betrieb in rauen Umgebungen Schutzbeschichtungen.
Die folgende Tabelle hebt diese Fehler und ihre Lösungen hervor:
| Fehler | Lösung |
| Falsche Drahtstärke | Verwenden Sie das für die aktuellen Anforderungen geeignete Messgerät |
| Parasitäre Kapazität | Achten Sie auf den richtigen Wicklungsabstand |
| Umweltbelastung | Tragen Sie bei Bedarf Schutzbeschichtungen auf |
Durch die Behebung dieser Probleme können Benutzer sicherstellen, dass ihre Luftkerninduktoren wie vorgesehen funktionieren.
Tipps zum Testen und zur Fehlerbehebung
Tests und Fehlersuche sind wichtige Schritte zur Überprüfung der Leistung von Luftspulen. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Gewährleistung der Genauigkeit:

1. Induktivität messen: Verwenden Sie ein LCR-Messgerät, um den Induktivitätswert zu messen und mit den Konstruktionsspezifikationen zu vergleichen. Stellen Sie sicher, dass die Induktivität während des Tests nicht an einen Stromkreis angeschlossen ist.
2. Auf Shorts prüfen: Untersuchen Sie die Wicklungen mit einem Multimeter auf versehentliche Kurzschlüsse. Eine kurzgeschlossene Induktivität weist einen Widerstand nahe Null auf.
3. Bewerten Sie den Q-Faktor: Der Gütefaktor (Q) gibt den Wirkungsgrad der Induktivität an. Ein hoher Q-Faktor ist für minimale Energieverluste wünschenswert. Für präzise Messungen verwenden Sie einen Impedanzanalysator.
Berücksichtigen Sie zur Fehlerbehebung die folgenden Schritte:
| Ausgabe | Mögliche Ursache | Lösung |
| Geringe Induktivität | Falsche Wicklungsanzahl oder -abstände | Überprüfen Sie die Wicklungsspezifikationen erneut |
| Übermäßige Hitze | Hoher Widerstand oder Überstrom | Überprüfen Sie den Drahtquerschnitt und die Stromstärke |
| Instabile Leistung | Umwelteinflüsse oder schlechte Platzierung | Positionieren oder schirmen Sie den Induktor ab |
Durch systematisches Testen und Fehlerbeheben können Benutzer Probleme identifizieren und beheben und so sicherstellen, dass ihre Luftkerninduktoren in jeder Anwendung zuverlässig funktionieren.
Wartungs- und Sicherheitsaspekte
Bewährte Verfahren für Handhabung und Lagerung
Die richtige Handhabung und Lagerung von Luftspulen ist entscheidend für ihre Leistung und Langlebigkeit. Diese Komponenten reagieren empfindlich auf physische Belastungen, Umwelteinflüsse und unsachgemäße Handhabung, was zu Schäden oder verminderter Effizienz führen kann. Im Folgenden finden Sie einige bewährte Vorgehensweisen:

1. Vermeiden Sie körperlichen Stress: Luftspulen haben keinen Schutzkern und sind daher anfälliger für Verformungen. Gehen Sie vorsichtig mit ihnen um und vermeiden Sie übermäßiges Biegen oder Druck auf die Wicklungen.
2. In einer kontrollierten Umgebung lagern: Bewahren Sie Induktoren an einem trockenen, kühlen Ort auf und schützen Sie sie vor Feuchtigkeit, Staub und extremen Temperaturen. Feuchtigkeit kann die Wicklungen korrodieren lassen, während Hitze die Isoliermaterialien beschädigen kann.
3. Verwenden Sie antistatische Verpackungen: Bewahren Sie Induktoren bei Nichtgebrauch in antistatischen Beuteln oder Behältern auf, um elektrostatische Entladungen (ESD) zu verhindern, die empfindliche Komponenten beschädigen können.
4. Beschriften und organisieren: Beschriften Sie Induktoren deutlich anhand ihrer Spezifikationen (z. B. Induktivitätswert, Drahtstärke) und bewahren Sie sie geordnet auf, um Verwechslungen während der Projekte zu vermeiden.
| Tipps zur Handhabung und Lagerung | Warum es wichtig ist |
| Vermeiden Sie das Biegen oder Quetschen der Wicklungen | Verhindert Verformungen und erhält die Induktivitätsgenauigkeit |
| An einem trockenen, kühlen Ort lagern | Schützt vor Korrosion und Isolationsverlust |
| Verwenden Sie antistatische Verpackungen | Verhindert ESD-Schäden |
| Komponenten beschriften und organisieren | Sorgt für eine einfache Identifizierung und reduziert Fehler |
Durch die Einhaltung dieser Vorgehensweisen können Benutzer sicherstellen, dass ihre Luftkerninduktoren für die zukünftige Verwendung in optimalem Zustand bleiben.
Anzeichen von Verschleiß oder Beschädigung erkennen
Luftspulen sind langlebig, aber nicht immun gegen Verschleiß. Das frühzeitige Erkennen von Schäden kann Schaltungsausfälle verhindern und einen sicheren Betrieb gewährleisten. Nachfolgend sind häufige Anzeichen für Verschleiß oder Beschädigung aufgeführt:
1.Physikalische Deformation: Verbogene oder verformte Wicklungen können die Induktivitätswerte verändern und so zu Ineffizienzen im Schaltkreis führen.
2. Verfärbungen oder Brandflecken: Eine Überhitzung durch zu hohen Strom kann zu Verfärbungen oder Brandflecken auf den Wicklungen führen, was auf einen möglichen Isolationsfehler hinweist.
3. Lose Verbindungen: Wackelige oder abgelöste Leitungen können die elektrische Kontinuität unterbrechen und die Leistung des Schaltkreises beeinträchtigen.
4. Ungewöhnliche Geräusche oder Vibrationen: Bei Hochfrequenzanwendungen können beschädigte Induktoren aufgrund einer falschen Wicklungsausrichtung hörbare Geräusche oder Vibrationen verursachen.
| Anzeichen von Schäden | Mögliche Auswirkungen |
| Verbogene oder verformte Wicklungen | Verändert die Induktivität und führt zu Ineffizienzen im Schaltkreis |
| Verfärbungen oder Brandflecken | Zeigt Überhitzung und Isolationsfehler an |
| Lose Verbindungen | Unterbricht die elektrische Kontinuität |
| Ungewöhnliche Geräusche oder Vibrationen | Deutet auf eine Fehlausrichtung oder Beschädigung der Wicklung hin |
Durch regelmäßiges Überprüfen der Luftspulen auf diese Anzeichen wird ein rechtzeitiger Austausch gewährleistet und kostspielige Schaltungsausfälle vermieden.
Sicherer Betrieb in elektronischen Geräten
Luftspulen werden häufig in elektronischen Geräten eingesetzt. Eine unsachgemäße Integration kann jedoch zu Sicherheitsrisiken wie Überhitzung, Kurzschlüssen oder elektromagnetischen Störungen (EMI) führen. Befolgen Sie diese Richtlinien, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten:
1.Match-Spezifikationen: Verwenden Sie für Ihre Anwendung immer Induktivitäten mit dem richtigen Induktivitätswert, Nennstrom und Drahtquerschnitt. Eine Überlastung der Induktivität kann zu Überhitzung und Ausfall führen.
2. Richtige Platzierung: Platzieren Sie Induktoren entfernt von Wärmequellen und anderen Komponenten, die elektromagnetische Störungen verursachen können. Ein ausreichender Abstand minimiert Störungen und Wärmeentwicklung.
3. Sichere Montage: Verwenden Sie nichtleitende Halterungen oder Klammern, um Induktoren an ihrem Platz zu befestigen und Bewegungen zu verhindern, die zu Kurzschlüssen oder physischen Schäden führen könnten.
4. Vor Gebrauch testen: Überprüfen Sie die Induktivitätswerte und prüfen Sie mit einem Multimeter oder LCR-Meter auf Durchgang, bevor Sie Induktoren in Ihren Schaltkreis integrieren.
| Sicherheitshinweise | Zweck |
| Übereinstimmungsspezifikationen | Verhindert Überhitzung und Komponentenausfall |
| Richtige Platzierung | Reduziert elektromagnetische Störungen und Wärmeentwicklung |
| Sichere Befestigung | Verhindert Kurzschlüsse und physische Schäden |
| Vor Gebrauch testen | Gewährleistet präzise Leistung und Zuverlässigkeit |
Durch Befolgen dieser Schritte können Elektronik-Enthusiasten und Ingenieure Luftspulen sicher in ihre Designs integrieren und dabei Sicherheit und Zuverlässigkeit priorisieren.
Häufig gestellte Fragen
1. Was ist eine Luftspule und wie unterscheidet sie sich von anderen Spulen?
Eine Luftspule ist eine Induktivität, deren Kernmaterial Luft anstelle von ferromagnetischen Materialien wie Eisen oder Ferrit ist. Diese Konstruktion eliminiert Kernverluste wie Hysterese und Wirbelströme und eignet sich daher ideal für Hochfrequenzanwendungen. Im Gegensatz zu Magnetspulen haben Luftspulen zwar niedrigere Induktivitätswerte, bieten aber aufgrund minimaler Energieverluste eine bessere Leistung in Hochfrequenzschaltungen.
2. Was sind die wichtigsten Vorteile der Verwendung von Luftkerninduktoren?
Luftkerninduktivitäten bieten mehrere Vorteile, darunter keine Kernverluste, hohe Frequenzbeständigkeit, stabile Induktivität über einen weiten Temperaturbereich, geringes Gewicht und generell geringere Kosten. Diese Vorteile machen sie besonders geeignet für Anwendungen wie HF-Schaltungen, Antennen und drahtlose Ladesysteme, bei denen Präzision und geringe Interferenzen entscheidend sind.
3. Welche Materialien werden für die Konstruktion einer Luftspule benötigt?
Für die Konstruktion einer Luftspule benötigen Sie Kupferlackdraht (Magnetdraht) für die Spule, eine nichtleitende Form (z. B. aus Kunststoff oder Holz) zum Formen der Spule und Werkzeuge wie Zangen zum Wickeln. Der Drahtdurchmesser sollte entsprechend dem Strombedarf gewählt werden, und der Durchmesser der Form sollte dem gewünschten Induktivitätswert entsprechen.
4. Wie berechnet man die Induktivität einer Luftspule?
Die Induktivität (L) einer Luftspule kann mit der folgenden Formel berechnet werden:
[ L = \frac{N^2 \cdot r^2}{9r + 10l} ]
Dabei ist (L) die Induktivität in Mikrohenry (µH), (N) die Anzahl der Windungen, (r) der Radius der Spule in Zoll und (l) die Länge der Spule in Zoll. Online-Rechner oder Softwaretools können diesen Vorgang vereinfachen.
5. Was sind einige gängige Anwendungen von Luftkerninduktoren?
Luftspulen werden häufig in HF-Schaltungen zur Signalabstimmung und -filterung, in Antennen zur Impedanzanpassung, in drahtlosen Ladesystemen zur effizienten Energieübertragung, in medizinischen Geräten wie MRT-Geräten zur präzisen elektromagnetischen Steuerung und in Hi-Fi-Audiosystemen zur Rauschunterdrückung und Signalklarheit eingesetzt. Ihre Hochfrequenzleistung und minimalen Störungen machen sie in diesen Anwendungen unverzichtbar.
Quellenlinks
● Entwurf und Leistungsbewertung einer Luftspule für Point-of-Load-Konverter
● Struktur einer Luftkern-Leistungsinduktivität mit hoher Energiedichte und geringem Kupferverlust
● Eine Wicklungsstruktur von planaren Luftkerninduktoren zur Reduzierung hochfrequenter Wirbelströme
● Berechnung elektromagnetischer Felder und Optimierung der Strukturparameter von Luftspulen
● Modellierung der Induktivität und parasitären Kapazität von spiralförmigen Luftkerninduktoren
● Mikrofabrikation von Luftkern-Leistungsinduktoren mit metallgekapselten Polymersäulen
● Luftkerngekoppelte Litzendraht-Impulsleistungsinduktivität
● Luftkerninduktor: Aufbau, Funktionsweise, Induktivität und Anwendungen
● Optimierungen und Vergleiche von Luftspulen basierend auf einem semianalytischen Modell
● Entwurf und Leistungsbewertung von Luftkerninduktoren für Hochfrequenzanwendungen
● Ein hochfrequenzstrahlungsfester DC/DC-Wandler mit Luftkerninduktor mit geringem Volumen
● 3D-Feldsimulationsmodell für Bonddraht-On-Chip-Induktivitäten durch Messungen validiert












